Die kleinste Stadt Deutschlands

Wer nach den Superlativen sucht und dabei etwa nach kleinsten oder auch größten Orten auf dieser Welt Ausschau hält, hat oft das Problem, dass ein einheitlicher Maßstab fehlt. So können beispielsweise für eine Stadt Angaben wie die Einwohnerzahl, die Fläche oder auch die dazugehörigen Gemeinden gezählt werden, was gerade in der Bundesrepublik einen recht guten Überblick verschafft.

Das Auffinden der kleinsten Stadt Deutschlands jedenfalls ist nicht sonderlich schwer, denn hier gibt es im Gegensatz zu anderen Ländern eine ziemlich klare Erhebung: Mit etwa 3.000 Einwohnern und gerade einmal 0,45 km² Grundfläche steht Arnis in Schleswig Holstein unzweifelhaft als kleinstes Städtchen fest. Auf einer Halbinsel in der Schlei und nahe der dänischen Grenze gelegen ist der Ort jedoch keinesfalls so unbedeutend, wie das seine Größe vielleicht denken lässt, denn hier befindet sich ein beliebtes Seebad und einst trug Arnis aus diesem Grund auch den Zusatz „Bad“ in seiner Ortsbezeichnung.

Kleinste Stadt Deutschlands

Erwähnt wurde die Siedlung zum ersten Mal im Jahr 1472, doch schon aus den Jahrtausenden vor diesem Zeipunkt fanden sich Spuren menschlicher Besiedelung und natürlich stand Arnis der geographischen Lage gemäß oft genug unter dänischem Einfluss. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fanden hier viele Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Zuflucht, doch seit den 1960er Jahren verlor die Stadt zunehmend an Einwohnerschaft und heute gibt es immer wieder Streit und Spekulation um die tatsächliche Zahl der Bewohner. Freilich bleibt der Rang als kleinste Stadt der Fläche nach unbestritten und wenn wir der Zahl von rund 3.000 Einwohnern zustimmen, stellt die Bevölkerungsdichte von Arnis ebenfalls einen bundesweiten Rekord dar.

Zeig das deinen Freunden: Lustig und kurios:
Deine Meinung: